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  3. Johann Friedrich Struensee (1737-1772)
  4. Die Französische Revolution
  5. Die Unruhen im alten Reich bis 1792
  6. Die Reformen im alten Reich
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  8. Der rheinisch-deutsche Nationalkonvent 1793
  9. Die „cisrhenanische Bewegung“
  10. Die Abtretung der linksrheinischen Gebiete an Frankreich
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  13. Der Wiener Kongress
  14. Der Deutsche Bund
  15. Die Nationalbewegung
  16. Der Kampf um die Institutionen
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  31. Freiligraths "Glaubensbekenntnis"
  32. Die Überwachung der Presse nach 1849
  33. Der Funke springt über – die Februar-Ereignisse in Paris
  34. Die Märzrevolution
  35. Das Paulskirchen-Parlament
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  40. Politische Vereine und Fraktionen 1848/49
  41. Kathinka Zitz und der Frauenverein “Humania"
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Gustav Adolph Gulden (1808-1882)

zuletzt aktualisiert: 20.02.2009

Gustav Adolph Gulden wurde am 18. Dezember 1808 in Mörzheim (Pfalz) geboren. Sein Elternhaus war liberal geprägt: sein Vater vertrat als Theologe liberale Werte und seine Mutter war eine Schwester der Gebrüder Culmann. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften in München und Heidelberg fand Gulden keine Anstellung im Staatsdienst, da er während seines Studiums aktives Mitglied der Münchener Burschenschaft „Markomania“ gewesen war. Erst im Jahre 1837 erhielt er seine Advokatur. Am 1. April 1848 wurde Gustav Adolph Gulden als Vertreter des Wahlkreises Homburg (Pfalz) in die deutsche Nationalversammlung gewählt, wo er den gemäßigten Linken – genauer: dem Deutschen Hof – angehörte. Er stimmte gegen die Wahl des preußischen Königs zum deutschen Kaiser und gehörte dem Stuttgarter Rumpfparlament an, beteiligte sich jedoch nicht am Pfälzer Aufstand. Nach der Niederschlagung der Revolution hatte Gulden zwar unter Schikanen seitens der bayerischen Regierung zu leiden, konnte aber weiterhin als Advokat am Appellationsgericht der Pfalz in Zweibrücken arbeiten. So verteidigte er beispielsweise seinen Onkel August Ferdinand Culmann, der wegen Beteiligung am pfälzischen Aufstand 1849 angeklagt war, ebenso wie die Teilnehmer des „Steinfelder Zuges“: Vor Gericht zu verantworten hatten sich jene Männer, die das königstreue Dorf bei Bergzabern im Juni 1849 überfallen hatten. Bei dieser Aktion hatte es auf Seiten der Bevölkerung Tote und Verletzte gegeben. Das Gerichtsverfahren war eines der bedeutsamsten in der Folge der „Pfälzischen Revolution“. Einige Zeit später wurde Gulden Mitglied des Zweibrücker Stadtrates und Vorstand der Anwaltskammer. Auch nach der Reichsgründung im Jahre 1871 – welche er sehr begrüßte – blieb er seiner politischen Linie treu: er engagierte sich im Vorstand des liberalen Vereins, der sich 1871 mit den Nationalliberalen vereinigt hatte. Er starb am 7. April 1882 im Alter von 73 Jahren in Zweibrücken. (kh)


Literatur:

  • Günther Volz: Gulden, Gustav Adolf, in: Biographisches Lexikon zur Geschichte der demokratischen und liberalen Bewegungen in Mitteleuropa (Bd. 2; Teil 1), hrsg. von Helmut Reinalter, Frankfurt a.M. 2005, S. 122f.
  • Für den Hinweis auf die Rolle Guldens im Steinfelder Prozess danken wir Martin Baus von der Siebenpfeiffer-Stiftung Homburg.

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